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Unternehmen des Monats: Facebook im Kampf gegen Corona

12. Februar 2021
facebook corona Bild von Brad Pict / Adobe Stock

Das von Mark Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk Facebook ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit nutzen die Plattform um zu chatten, sich in Gruppen auszutauschen und regelmäßig Bilder, Videos und Statusmeldungen zu teilen.

Dabei stand das Unternehmen Facebook Inc., das die beliebte Website betreibt, schon häufiger in der Kritik – zum einen in Sachen Datenschutz, zum anderen, weil der Aufbau des Netzwerks die Verbreitung von sogenannten „Fake News“ (dt. Falschmeldungen) so leicht macht, wie noch nie. Doch zumindest, was den letzten Punkt betrifft, will Facebook im Rahmen der Coronakrise zukünftig deutlich härter durchgreifen.

Facebook verschärft den Kampf gegen Fake News

Das Coronavirus sei praktisch nur eine Grippe, im Labor gezüchtet oder ließe sich mit Desinfektionsmittel weggurgeln…diese und andere Fehlinformationen und Halbwahrheiten werden derzeit vermehrt in sozialen Netzwerken verbreitet. Besonders fatal sind dabei Aussagen wie beispielsweise die des amerikanischen Verschwörungstheoretikers Jordan Sather, der die Coronakrise nutzt, um seine „Wunder-Mineralien-Lösung“ zu bewerben, die das Virus mit nur drei Topfen im Trinkwasser pro Tag besiegen soll. Hauptbestandteil der Wundermedizin? Bleichmittel.

Diese und andere besonders schwerwiegenden Fake News gefährden Menschenleben – das ist auch den Facebook-Chefs klar. In einer Telefonschaltung mit den amerikanischen Medien äußert sich Mark Zuckerberg zu den Unwahrheiten, die derzeit auf seiner Plattform verbreitet werden: „Das ist abscheulich“, so der Facebook-Chef, „Selbst in einer Gesellschaft wie der amerikanischen, in der die Meinungsfreiheit einen besonderen Stellenwert hat, gibt es den Präzedenzfall, dass Leute nicht einfach ,Feuer!‘ in einem Raum voller Menschen rufen dürfen. Das ist ähnlich wie das Verbreiten von gefährlichen Falschinformationen während einer Epidemie.“

Instagram, Facebook und Co. klären auf

Aus diesem Grund hat das Unternehmen seine Bestimmungen zum Thema „Fake News“ im vergangenen Jahr deutlich verschärft. Um die Verbreitung von Fehlinformationen zur Corona-Pandemie einzudämmen, setzt Facebook vor allem auf Aufklärung. Dazu verschenkt der Konzern unter anderem unbegrenzt viele Werbeflächen an die Weltgesundheitsbehörde, auch auf der beliebten Plattform Instagram, die ebenfalls zu Facebook gehört. Suchen Nutzer auf Facebook nach Informationen zu der Pandemie, werden sie direkt an seriöse Quellen verwiesen und ein spezielles „Corona-Informationszentrum“ klärt darüber auf, welche Informationen der Wahrheit entsprechen und welche nicht.

Posts, die Unwahrheiten zur Pandemie enthalten, werden kurzerhand gelöscht. Auf Instagram werden Hashtags direkt blockiert, wenn unter ihnen Fehlinformationen lanciert werden. „Wir erlauben keine Inhalte, die eine unmittelbare Gefahr oder ein Risiko schaffen“, so Zuckerberg. Dazu gehören auch Werbeanzeigen, in denen wirkungslose Corona-Medikamente beworben werden. Werbung für nicht-zertifizierte Schutzmasken ist ebenfalls verboten.

1000-Dollar-Bonus für Facebook-Mitarbeiter

Neben den verschärften Richtlinien zur Eindämmung von Fake News bemüht sich der Konzern außerdem darum, auch seine Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. So erhielten alle 45.000 Angestellten in Vollzeit bereits im März vergangenen Jahres einen Bonus von 1000 Dollar, der dabei helfen sollte, zusätzliche Kosten zu decken, die durch die Arbeit im Homeoffice entstehen. Weiterhin kündigte Facebook regelmäßige, halbjährige Boni bis zum Ende der Pandemie an. "Dies sind nie dagewesene Zeiten und dies sind schwierige Zeiten, natürlich geht es bei uns nicht wie gewohnt weiter.“ erklärte Sheryl Sandberg, die Betriebsleiterin des Social-Media-Giganten, in einem Interview mit dem Fernsehsender Bloomberg TV. Der Fokus liege darauf, Mitarbeitern die Mittel zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um die Krise bestmöglich zu überstehen.

Millionenspenden für Hilfsprogramme und Kleinunternehmer

Auch sonst ist das Social Media Unternehmen darum bemüht, bei der Eindämmung der Pandemieauswirkungen zu helfen. Dazu spendete der Konzern bereits insgesamt 20 Millionen US-Dollar an verschiedene globale Programme, die sich der Bekämpfung des Covid-19-Virus widmen.

Weiterhin richtete Facebook Inc. ein Förderungsprogramm in Höhe von 100 Millionen US-Dollar ein, das kleine Unternehmen in 30 verschiedenen Ländern dabei unterstützen soll, die Coronapandemie zu bewältigen. „Bei Facebook liegt der Fokus nicht nur auf unserem eigenen Konzern, sondern außerdem auf den kleinen Unternehmen, die unsere Plattform nutzen, und für die das [die Pandemie] verheerend sein könnte.“, so Sandberg, „Wir haben laut und deutlich gehört, dass vor allem finanzieller Support Kleinunternehmen ermöglicht, den Betrieb am Laufen zu halten und Personal zu bezahlen, das nicht zur Arbeit kommen kann.“

Facebook bietet kostenlose Schulungsprogramme an

Dabei beschränkt sich die Unterstützung, die Facebook Kleinunternehmen anbietet, nicht lediglich auf Zuschüsse. Das Technikunternehmen richtete außerdem mit dem neuen „Business Ressource Hub“ eine globale Schulungsplattform ein, die Kleinbetrieben bei der Entwicklung einer nachhaltigen Unternehmensstrategie helfen soll. Mithilfe zahlreicher kostenloser Kurse, ausführlicher Schritt-für-Schritt-Tutorials und einem umfangreichen Informationsangebot gibt der erfolgreiche Konzern Einblick in seine jahrelange Businesserfahrung und unterstützt so junge Unternehmer:innen dabei, ihren Betrieb sicher durch die Krise zu lenken.

Facebook Inc. auf einen Blick

Facebook Inc. ist ein US-amerikanischer Konzern, dessen Sitz sich in Menlo Park im Bundestaat Kalifornien befindet. Der Gesellschaft gehören unter anderem die beliebte Social Media Plattform Facebook sowie die erfolgreiche Foto- und Video-Sharing-App Instagramm, der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp und der Hersteller für Virtual Reality Hardware, Oculus VR. Das Unternehmen beschäftigt 44.492 Mitarbeiter:innen bei einem jährlichen Umsatz von 70,7 Mrd. US-Dollar und einem Börsenwert von 582 Mrd. US-Dollar.

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