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Mitarbeiterzufriedenheit: So wird der Betrieb familienfreundlicher

09. Juli 2021
Mitarbeiterzufriedenheit im Betrieb Bild von Fokussiert / Adobe Stock

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, was früher in vielen Bereichen undenkbar war: Home-Office und mobile Arbeit sind relevant wie nie zuvor und die Mitarbeiterzufriedenheit ist in vielen Branchen sogar gestiegen. Für eine familienfreundliche Gestaltung der beruflichen Tätigkeit haben Arbeitgeber und Betriebsrat viele Möglichkeiten. Wie immer gilt auch hier: Die richtige Balance zwischen Arbeit vor Ort, im Home-Office und Freiheit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Betriebliche Umstrukturierungen durchführen

Viele Mitarbeiter wünschen sich eine leichtere oder flexiblere Arbeit – auf der anderen Seite stehen Kolleginnen und Kollegen, die genau gegenteilige Ansprüche an den eigenen Job haben. Hier ist es oft möglich, im Rahmen eines Tausches die Arbeitsplätze bedürfnisorientiert zu besetzen. So bieten sich für junge Eltern etwa Tätigkeiten, die zum Teil von zuhause ausgeführt werden können, gut an. Auf der anderen Seite stehen Mitarbeiter, die auch aus sozialen Gründen lieber vor Ort arbeiten.

Gelegentliche (etwa monatliche oder quartalsweise durchgeführte) Mitarbeitergespräche mit dem Arbeitgeber bieten sich an, um die derzeitige Mitarbeiterzufriedenheit am Arbeitsplatz zu erfragen und Verbesserungspotenziale herauszufinden.

Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit

Klar: Viele Tätigkeiten sind nur zum Teil oder gar nicht fürs Home-Office geeignet. Hier kann stattdessen die Arbeitszeit im Betrieb flexibler gestaltet werden, etwa durch ein Gleitzeitmodell mit festen Kernzeiten. So bleiben soziale Interaktion und Besprechungsmöglichkeiten vor Ort erhalten, während insbesondere Eltern oder pflegende Angehörige entlastet werden.

Ein laufendes Arbeitszeitkonto ermöglicht Aufbau und Ausgleich von Überstunden – ein weiterer Flexibilisierungsfaktor.

  • Musterbetriebsvereinbarung Sabbatical

Freistellungsphasen zur Mitarbeiterzufriedenheit ermöglichen

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspausen, insbesondere den Mutterschutz und die Elternzeit, können Arbeitgeber weitere Freistellungsmodelle – etwa das Sabbatical – einführen. Dabei wird die Vollzeitbeschäftigung beibehalten, das Gehalt wird aber um einen fest vereinbarten Prozentsatz gekürzt. An diese Vollzeit-Phase schließt sich dann eine vollständige Arbeitsfreistellung an, in der aber das reduzierte Gehalt weiterhin gezahlt wird.

Neben familiären Verpflichtungen können Mitarbeiter auf diese Weise vielfältigen Freizeitgestaltungen, etwa einem längeren Urlaub oder einer Weltreise, nachgehen. Studien zeigen eindrucksvoll, dass alleine die Möglichkeit solcher Modelle die Mitarbeiterzufriedenheit spürbar erhöht.

Elternzeit und Mutterschutz ausbauen

Die rechtlichen Vorgaben für Mutterschutz und Elternzeit sind immer nur das Minimum. Arbeitgeber können im direkten Anschluss an diese Phasen eigene Modelle etablieren und beispielsweise eine langsame Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen. Nach längeren Auszeiten bieten sich außerdem Seminare und Schulungen an, um das betriebliche Wissen wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Außerdem gilt es, konsequent gegen Vorurteile und diskriminierende Ansätze vorzugehen. Teil dessen ist unter anderem, Männern und Frauen bei der Familienplanung gleiche Chancen und Möglichkeiten zu bieten. Sagen Sie als Betriebsrat festen Rollenklischees den Kampf an und sorgen Sie auch in diesem Bereich für mehr Gleichberechtigung.

Fazit: Die digitalisierte Welt bietet vielfältige Möglichkeiten – nutzen Sie sie!

Die Welt ist mobil wie nie zu vor, was auch und besonders für die berufliche Tätigkeit geht. Arbeitgeber und Betriebsrat haben zahllose Möglichkeiten, mit flexiblen Arbeitsmodellen mehr für die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu tun. Soziale Benefits sind ein echter Pluspunkt für alle Beteiligten, verbessern Arbeitsproduktivität, Betriebsklima und Identifikation mit dem Unternehmen. Schalten Sie sich ein!

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